Vorwort von Gerd Oswald fuer deutsche Ausgabe des In-Memory-Buchs von Plattner/Zeier

Beschleunigung, Innovation, Reduktion

Hasso Plattner beweist mit In-­Memory wieder einmal, welche unglaubliche Kraft ein technologischer Innovationsschub entwickeln kann. Unternehmens-­Software wird einen Entwicklungssprung vollziehen, wie wir ihn zuletzt beim Übergang aus der Großrechnerwelt (SAP R/2) in die Client-­Server-­Welt (SAP R/3) gesehen haben. Wir erleben die Begeisterung für die Möglichkeiten der In-­Memory-­Technologie täglich bei unseren Entwicklern, in jedem Produktbereich.
Unsere Kunden werden diese Begeisterung teilen, sobald sie von unserer In-­Memory-­Technologie durch mehr Geschäftsinnovation, vereinfachte Prozesse und beschleunigte Abläufe für ihr Unternehmen profitieren.

Beschleunigung
Mehr Geschwindigkeit ist das offensichtlichste In-­Memory-­Merkmal. Es werden aber nicht nur die bestehenden Prozesse beschleunigt – es werden ganz neue Anwendungsszenarien möglich. Echtzeitanalysen auf Transaktionssystemen führen zu besseren Entscheidungen und unmittelbarer Umsetzung. Planungsszenarien können häufiger durchgespielt werden und dabei wesentlich mehr Variablen berücksichtigen. So können Mitarbeiter auf allen Ebenen weiter und sicherer in die Zukunft blicken – egal ob es um operative Entscheidungen im Call-­Center oder um die strategische Ausrichtung im Konferenzraum der Geschäftsleitung geht.
In-­Memory ermöglicht die direkte Verarbeitung massenhafter Daten auf Einzeltransaktionsebene. Damit wird Herrschaftswissen auf Aggregatebene aufgelöst und der Zugang zu Information und Daten demokratisiert. So können Mitarbeiter auf allen Ebenen effektivere Entscheidungen fällen. Erste Kunden haben es bereits geschafft, mithilfe einer In-­Memory-­Profitabilitätsanalyse viel schneller als bisher auf Nachfrageschwankungen je Produkt und Land zu reagieren. Diese erhöhte Agilität des Unternehmens hat einen direkten Einfluss auf Profitabilität und Risiko gezeigt.

Geschäftsinnovation
In-­Memory ermöglicht auch vollkommen neue Geschäftspraktiken und -­modelle. Im „Internet der Dinge“ melden Maschinen ihren Status und ihre Betriebsdaten an den Hersteller. Durch Musteranalyse in den Meldungen können Probleme erkannt und durch präventive Wartung behoben werden, ohne dass es zu Fehlern und Ausfällen kommt – das ist mit klassi-­ scher Datenbanktechnologie nicht umsetzbar. Soziale Netzwerke reflektieren Stimmungen und Meinungen der End-­Anwender von Produkten und Dienstleistungen – mit In-­Memory-­Technologie können diese unstrukturierten Daten analysiert und für Marketing-­, Vertriebs-­ und Produktmanagement-­Initiativen verwendet werden.

Vereinfachung
Die Fähigkeit von In-­Memory-­Systemen zur Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen erlaubt die Vereinfachung von Systemen. Die Trennung zwischen Transaktionssystemen und analytischen Systemen kann wegfallen – weniger Komplexität und redundanzfreie Daten-­ haltung machen das Leben einfacher. Datenaggregate und vordefinierte Auswertungspfade werden nicht mehr gebraucht, das vereinfacht die Datenhaltung und gibt den Anwendern einfacheren und schnelleren Zugang zu Informationen.
Hasso Plattner und Alexander Zeier zeigen Perspektiven, die nicht nur für CIOs relevant sind. In-­Memory schafft Innovations-­, Vereinfachungs-­ und Beschleunigungspotenziale für das ganze Unternehmen. Sie sind damit für die Geschäftsleitung von strategischer Bedeutung in Bezug auf die Unternehmensentwicklung.
Gerd Oswald, Member of the Board, SAP AG, Walldorf

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